Das erste
deutsche Geburtshaus
in Göttingen
entstand im 18. Jahrhundert
In
Deutschland gibt
es
zur Zeit 32
Geburtshäuser
(Jahr 2000)
Geburtshaus.de

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Hermine Heusler-
Edenhuizen
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Krankenhausaufenthalte
und medizinische Behandlungen in der Kindheit führen oft zur
Sepiapathologie.
Die Verletzung durch
die Medizin geht weiter, wenn Mädchen in die Pubertät kommen und zum
Gynäkologen gehen. Sich ausziehen, auf den Stuhl legen mit nacktem, offenem
Unterleib, ohne den/die, der/die seine/ihre Finger oder
Metallteile dort hineinstecken wird, überhaupt gesehen, geschweige denn mit ihm/ihr
gesprochen zu haben, ist in hohem Masse Würde verletzend. Es gibt die
Allgemeinmedizin und die Gynäkologie.
Die Allgemeinmedizin
war die Medizin des Menschen, der Mann ist, während die Gynäkologie die
Spezialmedizin für das Abweichende, oder zumindest das Besondere ist, nämlich
für die Frau. In den letzten Jahrzehnten ist die Andologie entstanden, die
Männerheilkunde, die sich mit Bau und Funktion der männlichen
Geschlechtsorgane befasst. Die Gynäkologie entstand im 19.Jh. als unmittelbare
Reaktion auf eine erste Welle des Feminismus. Sie war und ist darauf
ausgerichtet, die weibliche Würde zu zerstören, zu beschneiden, indem sie der
Frau die Weiblichkeit nimmt, ihren Zyklus und die Naturverbundenheit, ihre Lust
und Sinnlichkeit und nicht zuletzt ihre Gebärfähigkeit (Pille, Klitoridektomie, Hysterektomie, Mastektomie,
Östrogen usw). Hierzu Mary Daly in
ihrem Buch "Gyn/ecology" (S.3):
"So lehrte im
Jahre 1848 - dem Jahr der ersten Frauenrechts-Konvention - Dr. Charles Meigs
seine Studenten, das Studium der weiblichen Organe werde sie in den Stand
setzen, das Innerste, das Bewusstsein und die Seele der Frauen zu verstehen und
zu kontrollieren. Die Klitoridektomie, zehn Jahre danach von dem englischen
Isaac Baker 'erfunden', wurde von einigen amerikanischen Gynäkologen
enthusiastisch begrüsst als eine 'Kur' gegen weibliche
Selbstbefriedigung.
1852 erhob Dr. August
Kinsley Gardner Kriegsgeschrei gegen 'liederliche Frauen' und dazu gehörten
für ihn Frauenrechtlerinnen, Bloomer-Trägerinnen (Bloomers sind weite wallende
Pumphosen, B.S.) und Hebammen. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts
verkündeten Dr. Isaac Ray und seine Zeitgenossen, die Ursache für die Neigung
der Frauen zu Hysterie, Irrsinn und Kriminalität läge in ihren
Geschlechtsorganen. Das Jahr 1873 verzeichnet die Veröffentlichung von Dr.
Robert Batteys Erfindung der weiblichen" Kastration, nämlich die
Entfernung der Eierstöcke zur Heilung von "Wahnsinn".
Die nächsten
Jahrzehnte hindurch wurde die Eierstockentfernung bei den Gynäkologen zur
Besessenheit; man behauptete, sie höbe die Moral der Patientinnen, fördere bei
ihnen Umgänglichkeit, Ordnungsliebe, Fleiss und Sauberkeit." Unter diesen
Umständen konnte das Symptom "gleichgültig gegenüber ihren nächsten
Pflichten im Haushalt" und sepische Aufsässigkeit von vornherein
ausgemerzt werden. Dies sind also die Anfänge der Gynäkologie.
Mehr
zu Sepina:
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Früher,
im 19. Jahrhundert, vor dem Aufschwung der Gynäkologie, kamen die Frauen
vollständig bekleidet zur Untersuchung. In dieser Zeit lag die Frau auch nicht
nackt mit ausgebreiteten Beinen vor dem Arzt, sondern der Gynäkologe
(übrigens damals 99,8% Männer) kniete vor der stehenden Frau im langen
Gewand.
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Frauenärztliche Untersuchung um 1830 |

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PHOTO:
Spekulum aus den 18./19. Jahrhundert - eine schreckliche Vorstellung |
Frauenheilkunde,
Gynäkologie, ein Fachgebiet der Medizin, dessen Gegenstand die Erkennung und
Behandlung der Frauenkrankheiten ist. Während die eng mit der Frauenheilkunde
zusammenhängende Geburtshilfe, die ursprünglich nur von Frauen
(Heb|ammen)
ausgeübt wurde, in ihren Anfängen so alt wie die Menschheit ist, hat sich die
Frauenheilkunde als eigenes Fachgebiet erst verhältnismässig spät entwickelt,
besonders die moderne operative Frauenheilkunde (chirurgische Gynäkologie).
Unter den vielen grossen Ärzten, die im 19. Jahrhundert die Entwicklung der
Frauenheilkunde in Forschung und Praxis vorantrieben, ist besonders A. Hegar zu
nennen. Neben der hoch entwickelten gynäkologischen Operationstechnik ist heute
die Hormonbehandlung in der Frauenheilkunde wichtig.
Eine Hebamme ("Die Hebende")
ist
eine ausgebildete und geprüfte Geburtshelferin. Das Wort Hebamme wird aus dem
Teil 'Heb~', wie heben/halten und aus dem Teil '~amme' gebildet.
Ausgesprochen wird es Heb~amme.
Heute arbeitet die Hebamme wieder eigenständig mit
der schwangeren Frau zusammen und übergibt sie dem/der Frauenarzt/-in nur im
Falle einer Komplikation. Das heisst, wenn medizinische Probleme vorliegen oder
bei Gefahren auf der Seite des Kindes bestehen. 90% aller Schwangerschaften
verlaufen heute ohne Probleme und bedürfen keine medizinische Aufsicht
(ausser die Nachsorge). Dennoch begeben sich die meisten Frauen in die Hand
eines Frauenarztes, einer Frauenärztin. Bis zu 15 Mal geht eine Frau zur
Schwangerschaftsvorsorge, aus Angst, es könnte etwas während der Schwangerschaft
passieren. In manchen Fällen begründet, dennoch in den meisten Schwangerschaften
unbegründet. Jede erwachsene Frau weis am besten, wie es für sie am besten ist.
Der begleitende Frauenarzt sollte Helfer sein, was die Hebamme ja immer ist.
Daher sollten sich Frauen auch vordergründig in die Obhut einer Hebamme gegeben.
Übrigens gelten hier genau die gleichen rechtlichen Regelungen, wie bei den
Medizinern: Schweigepflicht und Auskunftspflicht bei den Behandlungen.
Bilder einer
Untersuchung bei der Hebamme
www.praxis-galus.de (Autorin: Jasmin
Stolle)
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Die
erste deutsche Frauenärztin |
Hermine Heusler-Edenhuizen
Die 1872 geborene Autorin ist
eine Heldin der Wirklichkeit: die erste deutsche Frauenärztin. Dass sie diesen
Beruf ergreifen konnte, war keine Selbstverständlichkeit. Sie drohte ihrem
Vater, das Erbe ihrer Mutter für die Ausbildung zu verwenden. Anders als ihre
Kollegen nahm Hermine Heusler ihre Patientinnen ernst, als Medizin eine reine
Männerdomäne war. Später heiratete sie einen Mann, der sich ihretwegen von
seiner Frau trennte, ein unglaublicher Skandal. Hermine Heusler-Edenhuizen hat
im Alter ihr Leben aufgeschrieben - wir lernen eine mutige Frau kennen, die
selbstbewusst und engagiert den schwierigen Zeiten getrotzt hat.
INFO:
"Der
Paragraph 218 ist ein Produkt männlicher Kultur." das sagte, Hermine
Heusler-Edenhuizen. Noch zu Beginn ihrer medizinischen Laufbahn war sie eine
resolute Befürworterin des Strafparagraphen, ganz im Sinne des
idealistisch-humanistischen Schutzgedankens. Im Laufe ihrer Praxis als
niedergelassene Frauenärztin in Berlin setzte sie sich für die ersatzlose
Streichung des §218 ein. Sie hatte festgestellt, dass es die Väter waren, die
die Frauen häufig unter Drohungen zu einer Abtreibung zwangen, und dass der
Paragraph keinen Erfolg zeigte. Mit ihrer Forderung zur ersatzlosen Streichung
des Paragraphen 218 stand diese Frau allerdings quer zur damaligen bürgerlichen
Frauenbewegung, zu der sie sich doch zugehörig fühlte.
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hier
TIPP: Taschenbuch.
187 S., Lebenserinnerungen der ersten deutschen Frauenärztin. ( Tb), Mit Fotos,
kartoniert,
deutsch, ISBN 3-499-22409-7, EAN 9783499224096 , DM 14,90
Hebammen &
Geburt im Web
Eva Schindele
Der Aufstieg der Gynäkologie und die Pathologisierung
des Weiblichen unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Übergangsphasen:
Pubertät,
Schwangerschaft und Wechseljahre
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