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"Ich glaub',
ich war 15. Da bin ich mit meiner Mutter zu ersten Mal zum Frauenarzt gegangen.
Ich hatte irgendeinen Pilz und wollte auch mal so austesten, wie das da
so ist. Und dann hab' ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und eine
Frage gestellt, die mir schon seit langem auf dem Herzen lag, nämlich,
ob mein Busen noch wächst oder nicht. Ich wollte halt an einem Kompetenten
diese Frage richten." (Katrin, 17)

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Du solltest dem Arzt oder
der Ärztin alle Fragen stellen, die
Dich bewegen oder Dir Sorgen machen. Dafür sind Ärzte
da. Lass Dich nicht abwimmeln, wenn der Arzt Zeitdruck
hat. Wenn das der Fall ist, solltest Du es sagen oder geh einfach.

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Das
Gespräch über die Verhütung ist wichtig, denn nur so kannst Du über
die verschiedenen Verhütungsmittel etwas erfahren und
welche für Dich am besten geeignet sind.
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Dein Arzt, Deine Ärztin
wird Dir diese Fragen stellen:
- Zeitpunkt der
letzten Menstruation
- evtl. Störungen
der Menstruation
- Zeitpunkt der
ersten Regelblutung (Menarche) und/oder Zeitpunkt der letzten Regelblutung
(Menopause)
- Einnahme von
Medikamenten (Pille)
- familiäre Erkrankungen
(Neubildungen, Diabetes, Fehlbildungen)
- bestehende
und vorangegangene Schwangerschaften, Geburten, Aborte und Schwangerschaftsabbrüche
- frühere
gynäkologische Erkrankungen
- vorausgegangene
Operationen
Auch wenn ein
Mädchen nicht gerade auf den Mund gefallen ist - die Zunge kann einem
ganz schön schwer werden. Ganz cool zu sagen: "Ich brauch' die Pille"
- das schaffen wohl die wenigsten. Doch Frauenärzte sind für
solche Fragen da. Sie sind nämlich für alle Fragen und Probleme
zuständig, die mit den weiblich Geschlechtsorganen, mit Sexualität und
Verhütung zu tun haben. (Nicht
ausschliesslich natürlich. In Städten gibt es auch andere
Beratungsstellen wie
ProFamilia;
siehe auch unter
Adressen).
Über die Grösse des
Busens, über Jucken an der Scheide oder über Sexualität zu sprechen, das
fällt Dir sicher schon bei einer vertrauten Person schwer. Wie soll das mit
einem fremden Menschen gehen? Doch Fragen (siehe
"Fragen
an den Frauenarzt") sind ganz wichtig!
Von selbst wissen Gynäkologen ja nicht, welches Problem einem Mädchen
auf den Nägeln brennt. Von sich aus fragen Frauenärztinnen und -ärzte nach der letzten Periode, danach, ob sie regelmässig ist,
nach eventuellen früheren Erkrankungen oder Beschwerden und nach sonstigen
Wünschen. Natürlich dient dieses Gespräch auch dem gegenseitigen
Kennen lernen:
Was
ist das für ein Mensch da vor mir, wie kann ich diesem Mädchen
optimal helfen? Und auf der anderen Seite: Mag ich diesen Arzt oder diese
Ärztin, kann ich Vertrauen haben oder suche ich mir lieber jemand
anderen? |
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| Im nächsten
Teil werden die einzelnen möglichen Untersuchungsschritte beschrieben.
Das heisst aber nicht, das diese bei jedem Arztbesuch durchgeführt
werden. Das Wichtigste ist, das Gespräch mit Deinem Arzt oder Ärztin.
Die Untersuchung ist nur dann notwendig, wenn Unklarheiten bestehen oder
Du Schmerzen hast - egal welcher Art. Leider
reduzieren manche Frauenärzte immer noch den Praxisbesuch auf den
Unterkörper einer Frau. |
Das kann aber
jedes Mädchen, jede Frau verhindern, in dem sie ihren Arzt oder Ärztin mit
Fragen "bohrt" und sich aktiv beteiligt und ihre Bedürfnisse nach Sachlich- und
Menschlichkeit einfordert. Das hört sich zwar etwas ungewohnt an, ist aber
notwendig, um das Verhältnis Kundin (Patientin) und Arzt / Ärztin zu verbessern. |
Keine Frau muss sich vom Arzt etwas
gefallen lassen, nur weil er das so will oder als wichtig empfindet. Kritik
am Frauenarzt und -besuch ist wichtig, wenn Frauen unzufrieden sind.
Service sollte auch beim Gynäkologen/in angeboten werden und dieser
Service heisst der Frau, Hilfe und Verständnis, anzubieten. |
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